Kind spielt mit seinem Kissen

Die kurze Antwort: Im ersten Lebensjahr gehört kein Kissen ins Bett. Danach gibt es kein festes Alter, ab dem ein Kind ein Kissen bekommen sollte — entscheidend ist, was Sie beim Kind beobachten, nicht der Geburtstag im Kalender.

Dieser Beitrag geht durch beides: warum die Empfehlung für das erste Lebensjahr so eindeutig ist, und woran Sie danach erkennen, ob ein Kissen sinnvoll ist.

Im ersten Lebensjahr: kein Kissen

Die Empfehlungen zum sicheren Babyschlaf sind in diesem Punkt einheitlich: Ein Babybett enthält eine feste Matratze und sonst möglichst wenig. Kein Kissen, keine lose Decke, keine Stofftiere, keine Nestchen. Alles, worin sich ein Baby mit dem Gesicht vergraben kann, gehört nicht ins Bett.

Ein Baby braucht auch kein Kissen. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper gross, und die Wirbelsäule ist noch fast gerade — auf einer flachen, festen Unterlage liegt ein Säugling von selbst richtig.

Für die Wärme im ersten Jahr gibt es eine bessere Lösung als Kissen und Decke: einen Babyschlafsack, der nicht über das Gesicht rutschen kann.

Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt. Das gilt besonders, wenn Ihr Kind zu früh geboren wurde, Atemwegsprobleme hat oder aus anderen Gründen besonders beobachtet wird.

Nach dem ersten Geburtstag: kein Automatismus

Der erste Geburtstag ist kein Schalter, der umgelegt wird. Er markiert nur das Ende der klaren Empfehlung — nicht den Beginn eines Kissenbedarfs.

Viele Kinder schlafen noch lange flach und völlig zufrieden, manche bis ins Vorschulalter. Das ist kein Rückstand und kein Grund einzugreifen. Ein Kissen ist ein Komfortartikel, kein Entwicklungsschritt, den man abhaken muss.

Deshalb finden Sie hier auch keine Alterstabelle. Kinder wachsen unterschiedlich schnell, und was den Bedarf tatsächlich bestimmt, ist die Körperform — vor allem die Schulterbreite — und die bevorzugte Schlafposition. Ein zierliches Kind mit fünf braucht unter Umständen weniger Höhe als ein kräftiges Kind mit drei.

Anzeichen, dass ein Kissen sinnvoll sein könnte

Statt auf ein Alter zu warten, beobachten Sie Ihr Kind. Diese Beobachtungen sprechen dafür, ein flaches Kissen anzubieten:

  • Das Kind legt den Kopf im Schlaf regelmässig auf etwas Erhöhtes — den zusammengeschobenen Bettbezug, ein Kuscheltier, den Arm.
  • Es schläft überwiegend auf der Seite. Dann entsteht zwischen Kopf und Matratze ein Hohlraum, der mit zunehmender Schulterbreite grösser wird.
  • Es wacht auf und dreht oder reibt den Nacken, oder es sagt, dass der Hals weh tut.
  • Es fragt selbst nach einem Kissen, weil es eines bei den Eltern oder Geschwistern gesehen hat.

Und umgekehrt: Wenn Ihr Kind flach schläft, ruhig durchschläft und morgens nichts klagt, gibt es keinen Grund, etwas zu ändern.

So führen Sie das erste Kissen ein

Schrittweise, und ohne Druck.

  1. Flach anfangen. Das erste Kissen sollte so niedrig sein, dass der Kopf kaum angehoben wird. Zu viel Höhe knickt den Nacken ab — das ist unbequemer als gar kein Kissen.
  2. Beim Mittagsschlaf testen. So sehen Sie die Reaktion, ohne gleich die ganze Nacht umzustellen.
  3. Nicht darauf bestehen. Schiebt das Kind das Kissen weg, nehmen Sie es wieder heraus und versuchen es in ein paar Monaten erneut.
  4. Auf die Höhe achten, wenn das Kind wächst. Ein Kissen, das mit drei gepasst hat, kann mit sechs zu flach sein.

Was ein erstes Kinderkissen mitbringen sollte

Vier Eigenschaften zählen:

  • Flach. Für den Anfang gilt: eher zu niedrig als zu hoch. Ideal ist ein Kissen, dessen Höhe sich anpassen lässt.
  • Atmungsaktiv. Kinder schwitzen nachts stärker als Erwachsene. Naturfasern nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie an die Umgebung ab.
  • Waschbar. Ein Kinderkissen wird häufiger gewaschen als ein Erwachsenenkissen — das sollte es aushalten.
  • Passendes Format. Ein grosses Kissen nimmt im Kinderbett zu viel Platz weg.

Bei Zizzz sind die Kinderkissen genau das: die beiden kleineren Formate 40 × 60 cm und 50 × 70 cm, nicht eine eigene Altersklasse.

Es gibt sie in zwei Füllungen. Das Swisswool-Kissen hat ein Innenkissen mit Reissverschluss, in dem lose Wollkügelchen die Höhe bestimmen: Sie können Wolle herausnehmen und das Kissen so flach machen, wie Ihr Kind es braucht, und später wieder auffüllen. Der Aussenbezug besteht aus zertifizierter Bio-Baumwolle.

Das Feder-Daunen-Kissen ist mit 85 % Federn und 15 % Daunen gefüllt — die Federn geben Stützkraft, die Daunen Weichheit — und von einem dicht gewebten Baumwollbatist umhüllt, der das NOMITE-Zeichen trägt. NOMITE bedeutet, dass das Gewebe für Hausstaubmilben undurchlässig genug ist; es sagt nichts über eine Feder- oder Daunenallergie aus.

Wie Sie die beiden pflegen, steht in der Anleitung zum Waschen des Swisswool-Kissens und im Beitrag Kopfkissen waschen ohne Trockner.

Wie sich der Bedarf danach weiterentwickelt — Höhe, Format, Füllung — steht ausführlich im Beitrag wie sich der Kissenbedarf mit dem Kind verändert.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter darf ein Kind ein Kissen haben?

Im ersten Lebensjahr gehört kein Kissen ins Bett. Danach gibt es kein festes Alter: Entscheidend sind die Körperform des Kindes und seine Schlafposition, nicht der Geburtstag. Viele Kinder schlafen noch jahrelang gut ohne Kissen.

Warum darf ein Baby kein Kissen haben?

Die Empfehlungen zum sicheren Babyschlaf sehen eine feste Matratze und sonst möglichst wenig im Bett vor — kein Kissen, keine lose Decke, keine Stofftiere. Ein Baby braucht auch keine zusätzliche Unterstützung: Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper gross und die Wirbelsäule noch fast gerade.

Woran erkenne ich, dass mein Kind ein Kissen braucht?

Wenn es den Kopf im Schlaf regelmässig auf etwas Erhöhtes legt, überwiegend auf der Seite schläft, über Nackenbeschwerden klagt oder selbst nach einem Kissen fragt. Schläft es flach und beschwerdefrei, ändern Sie nichts.

Wie hoch soll das erste Kissen sein?

So flach wie möglich. Der Kopf soll kaum angehoben werden. Zu viel Höhe knickt den Nacken ab. Ein Kissen, dessen Höhe sich anpassen lässt, ist deshalb praktisch — beim Swisswool-Kinderkissen nehmen Sie dafür Wollkügelchen aus dem Innenkissen.

Welche Kissengrösse passt für ein Kind?

Die beiden kleineren Schweizer Formate: 40 × 60 cm und 50 × 70 cm. Grössere Formate nehmen im Kinderbett zu viel Platz weg.

Was tun, wenn mein Kind das Kissen ablehnt?

Wieder herausnehmen. Es gibt keinen Grund zu drängen — ein Kissen ist ein Komfortartikel, kein Entwicklungsschritt. Versuchen Sie es in ein paar Monaten noch einmal.

Eine Übersicht über alle Füllungen und Formate finden Sie in der Kissen-Übersicht; passende Bezüge gibt es bei den Kissenbezügen.



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