Für besseren Schlaf: Wolle statt Daunen

Für besseren Schlaf: Wolle statt Daunen


Daunen sind zwar weich und elastisch, doch das Leid der Tiere, die dafür Federn lassen müssen, ist oft hart. Wolle ist eine echte Alternative für Bettdecken und Polster. Das weiche Material vom Schaf ist 100% natürlich, atmungsaktiv und sorgt für einen optimalen Feuchtigkeitstransport.

Sich wohlzufühlen in komfortablen Bettwaren fördert guten, gesunden Schlaf. Wenn Sie und Ihre Kinder nachts in Wolle statt in Daunen liegen, können Sie zusätzlich noch mit einem guten Gewissen einschlafen.

Die Produktion von Daunen kann auf verschiedene Arten geschehen. Da es keine Zertifikate gibt, kann man nie sicher sein, ob das Tier, dem die Federn gerupft wurden, gelitten hat oder nicht. Grundsätzlich kann man Daunen von lebendem oder von totem Geflügel rupfen. Beim sogenannten Schlachtrupf werden Daunen und andere Federn vom toten Tier gewonnen. Beim Lebendrupf nimmt man die Daunen vom lebenden Tier, meist von Enten oder Gänsen. Während in der traditionellen bäuerlichen Landwirtschaft die Tiere kaum etwas von der Gewinnung der Daunen merken, kann das Rupfen in industriellen Massenzuchten für die Tiere sehr schmerzhaft sein.

In bäuerlichen Betrieben hat man früher die Daunen mehrmals pro Jahr von Hand abgenommen. Man hat dabei berücksichtigt, dass das Geflügel die Federn in einem Mauserprozess von Natur aus abwirft. Die Daunen wurden dann ausgezupft, wenn sie nicht mehr fest angewachsen waren. Dazu musste der Mauserfortschritt bei jedem Tier einzeln beobachtet werden. Auf einem überschaubaren Bauernhof kann es möglich sein, dass die Daunen überwiegend schmerzfrei gewonnen werden. Das ist heute leider die absolute Ausnahme. Es gibt keine unabhängigen Gütesiegel, die bestätigen, dass Daunen tierschonend gewonnen werden.


Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen

Beim industriellen Lebendrupf werden den Tieren aus Massenzuchtbetrieben in Akkordarbeit die Federn ausgerissen. Die Gänse sind dabei oft unter starkem Stress und die Arbeiter können unter Leistungsdruck keine Rücksicht auf den Mauserprozess der Lebewesen nehmen. Für die Gänse ist der Prozess daher meistens schmerzhaft und stressig. Ob die Daunen und Federn aus Lebendrupf oder Totrupf kommen, kann man als Verbraucher nie so genau wissen, da es keine unabhängigen Überprüfungen gibt, woher die Produkte wirklich stammen und ob die Produzenten den Mauserzyklus berücksichtigt haben.


Daunen isolieren

Wolle ist dagegen ein Material, das viele Menschen für Bettdecken bevorzugen, weil es für den guten Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleich sorgt, der für einen erholsamen Schlaf so wichtig ist. Das weiche und elastische Material eignet sich besonders für Babys und Kinder, aber auch viele Erwachsene wollen nur in Wolle schlafen. Wer einmal eine Nacht unter einer Wolldecke verbracht hat, will von Polyesterbettwaren nichts mehr wissen. Der Feuchtigkeitsausgleich des althergebrachten Materials Wolle ist unübertroffen.

Daunen halten zwar warm, sind aber von der Natur nicht für den Temperaturausgleich gemacht. Wasservögel tragen diese speziellen Federn im Bauchbereich, damit Sie sich vor Kälte und Hitze schützen können. Sie lassen keine Luftzirkulation zu und wirken isolierend. Da Vögel nicht schwitzen können, ist das auch kein Problem für Gänse und Enten. Für den Menschen dagegen ist es wichtig, dass die Luft durch die Bettdecke gut zirkulieren kann, damit Feuchtigkeit und überschüssige Hitze nach außen abgegeben werden können. Wolle besitzt diese Eigenschaften in einem höheren Ausmaß als alle anderen Materialien für Bettwaren.