Das Licht am Tag und der Schlaf in der Nacht

Das Licht am Tag und der Schlaf in der Nacht


Unser Schlaf-Wachrhythmus wird wesentlich durch das Tageslicht beeinflusst. Tanken Sie morgens ein bisschen Sonne, um besonders gut zu schlafen. In der Nacht sollte das Schlafzimmer gut vor Straßenbeleuchtung abgeschottet sein und natürlich sollten Sie alle Lichtquellen abschalten. Um sich in schützende Dunkelheit zu hüllen, ziehen sich viele Leute einfach das Duvet über den Kopf.

Eine neue Studie gibt Hinweise darauf, dass ein Mangel an Tageslicht am Tag die Schlafqualität stören kann. In dem Experiment untersuchten Arbeiter in Büros ohne Fenster oder mit weit entfernten Fenstern. Sie schliefen schlechter und kürzer als Menschen, die sich tagsüber im Freien aufhalten oder Büros mit Fenstern hatten. Durch den Mangel an Schlaf in der Nacht und die unzureichenden Lichtimpulse am Tag waren die Menschen in den fensterlosen Büros weniger aufmerksam und weniger leistungsfähig.


Schon unsere Großmütter wussten: Bewegung im Freien fördert den Schlaf

Damit hat die Wissenschaft einen weiteren Hinweis dafür gefunden, was schon unsere Großmütter immer gesagt haben: Wer sich tagsüber viel draußen bewegt, schläft besser. Das gilt natürlich auch für Kinder. Es ist nicht nur die Bewegung die für gesunde Müdigkeit sorgt, sondern auch das Tageslicht, das man dabei abbekommt. Der Einfluss des Lichts auf den circadianen Rhythmus des Menschen, also auf den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers, ist schon seit längerem bekannt und kann für die Steuerung der Schlafqualität genützt werden.


Hormon Melatonin und sein Gegenspieler Kortison

Das Schlafhormon Melatonin wird in der Nacht ausgeschüttet und macht angenehm müde und senkt den Blutdruck. Untertags hemmt das Licht die Ausschüttung dieses Hormona in der Zirbeldrüse. Cortison wird verstärkt ausgeschüttet, der Blutdruck und die Pulsfrequenz steigen wieder an und wir werden munter und leistungsfähig.


Bildschirmlicht

Es ist auch wichtig darauf zu achten, dass man am Abend oder in der Nacht nicht in helle Bildschirme schaut und ganz allgemein die Beleuchtung am Abend etwas zurücknimmt. Jeder Blick auf den hellen Computermonitor am Abend löst chemische Signale im Körper aus, die den Körper ein bisschen auf Wachheit trimmen. Das kann die Schlafqualität stören. Insbesondere helles, bläuliches Bildschirmlicht ist problematisch. Besonders Jugendliche sind von Mobiltelefonen auch in der Nacht kaum fernzuhalten. Ob ein dunkler Bildschirmhintergrund hilft, wurde bisher noch nicht erforscht.


Schlafzimmer gut abdunkeln

Wenn man in der Stadt lebt, kann es sein, dass die Straßenbeleuchtung einen negativen Einfluss auf die Schlafqualität hat. Gute Verdunklungsrolläden oder dicke Vorhänge können hier Abhilfe schaffen. Ganz intuitiv ziehen wir uns oft in der Nacht wohlig das Duvet über den Kopf, um im Schutz der Dunkelheit besser zu schlafen.


Link zur Studie:

http://www.aasmnet.org/jcsm/ViewAbstract.aspx?pid=29503