Gute Nacht-Geschichten und ihre Herkunft

Gute Nacht-Geschichten und ihre Herkunft


Haben Sie schon mal hinter die Fassade der verschiedenen Gute Nacht – Geschichten geschaut?

„Zeit, ins Bett zu gehen!“

Erinnern Sie sich noch an diese Zeiten?

Zu gut oder? Genauso führt sich diese Tradition bei Ihren eigenen Kindern weiter und wird dies auch noch bei deren Kindern.

Umso wichtiger ist die Bedeutung der Gute Nacht – Geschichten.

 

 

„Sandmann, lieber Sandmann, es ist noch nicht soweit …“

Beginnen wir mit einer sehr traditionsreichen Figur im deutschsprachigen Raum - dem Sandmännchen – entsprungen aus der europäischen Mythologie.

Das Sandmännchen kommt abends vorbei, um unter den Kindern Schlafsand zu verteilen.

Die Melodie und der Charakter des Sandmännchens haben sich seit 1959 bis in die heutige Zeit durchgesetzt.

Doch woher das Sandmännchen nun genau kommt, ist bis heute ungewiss.

 

Das Sandmännchen als Sagengestalt.

Das Sandmännchen oder auch der Sandmann können von zwei Seiten betrachtet werden.

Einmal als kinderfreundliche Figur, die den Kindern abends das zu Bett gehen erleichtert oder aber auch als Kinderschreck und böse Gestalt, die die Kinder mit gewaltsamen Taten ins Bett bringt.

Im 19. Jahrhundert wurden der Schreckgestalt die gewaltsamen Taten abgenommen und es ergab sich ein Mittelmass der beiden Sandmannvariationen, dessen Sand sich die Kinder morgens aus den Augen rieben.

Auch aus den damals unterschiedlichen Sandmännchen beim DDR – Sender Deutscher Fernsehfunk und beim Sender Freies Berlin ergab sich zuletzt eine Sandmännchen Produktion nach der Wiedervereinigung.

Möchten Sie mehr über das Sandmännchen erfahren? Schauen Sie hier.



„Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen!“

Wer von Ihnen hat es direkt erkannt? Aschenputtel ist eines der traditionsreichsten Märchen, die es gibt und ein Werk aus dem vielfältigen Märchensortiment der Gebrüder Grimm.


Symbol des Lebens.

Dieses Märchen hat einen symbolischen und wegweisenden Charakter.

Schaut man zwischen den Zeilen, symbolisiert dieses Märchen das Leben.

Es zeigt Kindern was alles möglich ist, wenn Sie sich selber treu bleiben und ihren eigenen inneren Werten folgen.

Aschenputtel als Charakter bleibt sich im gesamten Märchen treu und ist stetig bemüht ihr Bestes zu geben, ohne die Hoffnung aufzugeben.

Möchten Sie die Geschichte von Aschenputtel lesen? Schauen Sie hier.

 


„Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Der kleine Prinz. Das französische und tiefgründige Märchen, der kleine Prinz, beinhaltet eine vielfältige symbolische Handlung und Rollen.

Auch hier wird das Leben als Reise, Erfahrung und Verantwortung symbolisiert. Dieses Märchen von Antoine de Saint – Exupéry könnte sich seitenweise interpretieren lassen.

Hier die wichtigsten Botschaften, die uns das Märchen mit auf den Weg geben möchte.


Der Geist

Das wohl einschlägigste Zitat des kleinen Prinzen lautet:

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Unsichtbar - damit sind Werte gemeint wie Freundschaft, Liebe, Zuneigung, Charakter, Empathie und vieles mehr.

 

Der Lernprozess

Der Lernprozess symbolisiert Geduld und Verständnis für andere, eventuell erstmal nicht verständliche Situationen. Das Resultat erzeugt Vertrauen in sich selber, in neue Freundschaften und unbekannte Situationen.

Genauso wird das Leben symbolisiert. Das Erwachsenwerden, unbekannte Gefühle, fremde Verhaltensweisen, aber auch wissenschaftliche Lernprozesse.

Das Zitat: „Du bist ewig für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“ Ist ein schöner Abschluss für das Märchen des kleinen Prinzen.

Möchten Sie das komplette Märchen lesen? Dann klicken Sie hier

 


Märchen sind nicht gleich Märchen.

Wie Sie anhand dieser drei Märchen sehen können, lohnt sich der Blick hinter die Kulissen und Begebenheiten jeder Erzählung. Was als Gute Nacht – Geschichte funktioniert, hat meist einen sehr hohen Interpretations –und Lerneffekt. Der, je nach Alter, auch für Ihre Kinder, Patenkinder, Nichten oder Neffen interessant ist.